Der erste und wichtigste Schritt ist eine konsistente Abendroutine. Babys und Kleinkinder lieben Vorhersehbarkeit, weil sie ihnen Sicherheit gibt. Eine Routine muss nicht kompliziert sein. Wichtig ist, dass sie jeden Abend in der gleichen Reihenfolge stattfindet und mit dem Ins-Bett-Gehen endet. Baden, Windel wechseln, Pyjama, Stillen oder Flasche, ein ruhiges Lied oder eine kurze Geschichte, danach ins Bett legen. Das klingt simpel, hat aber eine enorme Wirkung auf das Nervensystem deines Kindes.
Der zweite Schritt ist das Einschlafen im Bett. Wenn du dein Baby immer beim Stillen, Schaukeln oder Tragen einschläferst und es dann ins Bett legst, lernt es nie, wie es sich alleine beruhigen kann. Das Ziel ist nicht, dein Baby schreien zu lassen, sondern ihm behutsam zu zeigen, dass es auch ohne deine direkte körperliche Hilfe in den Schlaf finden kann. Es gibt sanfte Methoden, die genau das ermöglichen, ohne dass du dein Kind alleine lässt.
Drittens solltest du die Schlaffenster ernst nehmen. Die meisten Babys zwischen vier und acht Monaten brauchen ein Schlaffenster von etwa 1,5 bis 2 Stunden zwischen dem letzten Tagschlaf und dem Zubettgehen. Ist dieses Fenster zu kurz, ist dein Baby nicht müde genug. Ist es zu lang, ist es übermüdet. Beides führt zu einem schlechteren Nachtschlaf.
Viertens lohnt es sich, den Tagschlaf aktiv zu gestalten. Viele Eltern glauben, dass ein Baby, das tagsüber wenig schläft, nachts müder ist und deshalb besser schläft. Das Gegenteil ist der Fall. Ausreichend Schlaf tagsüber führt zu einem stabileren Nachtschlaf, weil ein ausgeruhtes Kind entspannter einschläft und keine erschöpfungsbedingten Stresshormone im Blut hat.